Paul Wilbur | Days of Elijah

Paul Wilbur ist ein weitbekannter Sänger, Songwriter und Pastor.
Wir haben ihn exklusiv interviewt.

Wie kamst Du dazu, Musik zu machen? Wann begannst Du damit?
Mit neun Jahren gab mir mein Vater eine Gitarre. Es war eine günstige Gitarre von Sirius aus Amerika. Ich begann, täglich darauf zu spielen, was mir sehr gut gefallen hat. An der Hochschule habe ich später Deutsch studiert. Allerdings war ich nicht besonders gut darin, aber ich liebte Musik! So trat ich in den Chor ein und sang. Wir führten Musicals auf, Schulmusicals und Broadway-Musicals. Bis zum College habe ich vermehrt Musik studiert, insbesondere Gesang und Musiklehrer. Danach ging ich nach Italien, um Opernmusik zu studieren. Zurück in Amerika, machte ich meinen Abschluss in Gesang. Das war auch die Zeit, in der ich Jesus kennen lernte, was meine gesamte Zukunft verändert hat. Anstatt Oper oder Kantaten in der Synagoge zu singen, begann ich, Lobpreis und Anbetungsmusik für Jesus zu machen.

Weißt Du noch, wann Du Jesus als Deinen Herrn kennen lerntest?
Ja, ich lernte Jesus am Ende meiner Universitätszeit 1977 kennen.

Hast Du eigentlich ein Lieblingslied?
Mein Lieblingslied ist nicht immer das gleiche, es verändert sich von Zeit zu Zeit. Ich denke, es ist vielleicht „Days of Elijah“. Wenn ich es auf der ganzen Welt singe, liebe ich es zu sehen, wie die Menschen den Herrn preisen. Und die Leute lieben dieses Lied wirklich! Sie singen es mit ihrem ganzen Herzen. Es erzählt von dem Wiederkommen Jesu in Jerusalem. Das sind meine Lieblingsthemen. Also, ich würde wirklich sagen „Days of Elijah“!

Werden wir das auch heute Abend im Konzert hören?
Sicher werdet ihr es hören.

Prima! Gibt es eine besondere Geschichte über bzw. von einem Deiner Lieder oder auch einem Lied von einem anderen Künstler?
Ja, alle Lieder, die ich singe, rühren von meinen Erlebnissen her; so auch „Days of Elijah“. Ich bin sozusagen ein „Erlebnisschreiber“. Ich setze mich nicht hin, um ein Lied zu machen. Wenn ich jedoch etwas erlebe, dann schreibe ich. Viele meiner Lieder kommen von meinen Erlebnissen mit dem Herrn; normalerweise in meiner stillen Zeit, wenn ich über meiner Bibel sitze und höre, was der Herr sagt. Ich bin sehr dankbar, denn ich habe in meinem Leben keine großen Katastrophen erlebt. Manche Menschen kommen aus einem Drogenhintergrund, Alkoholismus, wurden von ihren Eltern geschlagen, oder wurden von einem Lastwagen erschlagen oder ertranken, und kamen ins Leben zurück. Ich hatte ein sehr, sehr gesegnetes Leben. Ich war 27 Jahre alt, als ich mich bekehrte. Von diesem Zeitpunkt an begann ich, Lieder zu schreiben und zu singen, reiste über die ganze Welt, um den Leuten von Jesus zu erzählen. Alle Lieder, die ich geschrieben habe, z. B. „Shalom Jerusalem“ und „Baruch Haba“ kommen aus meiner persönlichen Zeit und den Erlebnissen mit dem Wort Gottes. Also nichts Spektakuläres; ich sitze da und höre, was Gott sagt, und so kommen diese Lieder zustande. Die Texte bestehen aus Bibelstellen, und die Lyrik und die Musik kommen dann noch dazu.

Was bedeutet es für Dich, hier in Deutschland speziell in Nürnberg zu einem Lobpreiskonzert eingeladen zu sein?
Das ist etwas ganz Besonderes für mich. Mein familiärer Hintergrund ist deutsch (Wilbur) sowie russisch (Jakobson) auf der anderen väterlichen Seite. Ich bin begeistert, hier in Deutschland sein zu können. Es bedeutet mir wirklich viel! Denn Europa ist der Platz, wo die Stimme des Apostels Paulus gehört wurde. Er reiste nach Spanien, nach Italien, in die Türkei, in den Libanon. Das waren die Missionsreisen des Apostels Paulus. Europa hörte die Stimme des Apostels Paulus. Leider ist heute der Prozentsatz der Christen sehr, sehr klein. Doch auch als ein jüdisch-messianischer Gläubiger ist es wichtig für mich, hier in Deutschland zu sein. Wir kennen die Geschichte (zweiter Weltkrieg), und ich denke, es ist wichtig für mich, als Jude zurück nach Deutschland zu kommen, um die gute Nachricht zu bringen: keinen Fluch, kein Gericht, sondern den Segen Gottes! Der größte Segen ist die Gegenwart Gottes. Ich bin hier, um durch Lob und Anbetung in die Gegenwart Gottes einzuladen, um das Land zu segnen, um Europa und speziell Deutschland zum Glauben zurück zu rufen an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. So ist es sehr besonders für mich, hier zu sein.

Wie können wir Christen mit den Juden stärker, besser als bisher zusammenkommen?
In Maleachi 4 sagt Gott, in den letzten Tagen wird Er den Geist Elias senden. Von daher kommt auch das Lied „Days of Elijah“. Wir leben jetzt in diesen Tagen, den Tagen des Elias! Er sagt auch, Er wird in dieser Zeit etwas sehr Besonderes tun. Er wird das Herz der Väter zu den Kindern ziehen und das Herz der Kinder zu den Vätern. Und Gott tut das gerade. Wir sagen, die Väter unseres Glaubens sind jüdisch, Abraham, Isaak, Jakob, die Propheten, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, König David; und die Kinder sind die Christen, die Gemeinde. Er sagt: „In den letzten Tagen werde Ich das Herz der Väter zu den Kindern wenden.“ Und das sehe ich jetzt! In Israel gibt es eine Herzenshinwendung der Juden zur Gemeinde. Wir sahen es erst vor sieben Wochen durch die Blockade. Dieses Schiff aus der Türkei, das versucht hat, die Blockade in Gaza zu durchbrechen. Alle Nationen haben sich gegen Israel gewandt, aber es gibt eine Nation, die sich niemals gegen Israel wenden wird, und das ist die Gemeinde. Die Gemeinde Jesu Christi ist eine Nation in den Nationen. Wir sind aus jedem Volk und jedem Stamm! Wir sind eine Nation in den Nationen, eine heilige Nation, eine heilige Priesterschaft. Auch die USA, Deutschland und Europa und alle Nationen werden sich wahrscheinlich gegen Israel wenden. Doch die Gemeinde wird sich niemals gegen Israel wenden! Israel versteht das. Gerade in dieser Woche bekam ich einen Brief vom „State House“ in Jerusalem. Die Regierung ruft die Gemeinde: Bitte steht auf, seid unsere Freunde, die Welt ist ein gefährlicher Platz! Die Nationen verstehen nicht, wer wir sind, aber ihr wisst es. Ihr seid die Kinder. Steht auf und seid eine Stimme für Israel in dieser Stunde! Es ist der Wille Gottes. Jesus weinte über Jerusalem. Er sprach zu Jerusalem: „Du wirst mich nicht wiedersehen, bis du, Jerusalem, sagst: Gesegnet ist der, der da kommt im Namen des Herrn!“ Gott zieht das Herz der Juden zur Gemeinde, und Er zieht das Herz der Gemeinde zu Israel. Das sind ganz besondere Tage!

Noch eine letzte Frage: Hast Du einen besonderen Wunsch für die Zukunft?
Ja. Gestern in Tübingen bei meinen Freunden von der TOS hatten wir ein bedeutendes Treffen mit Dr. Michael Braun und Heidi Baker. Ich leitete den Lobpreis, und als ich am Altar betete und es einen großen Altarruf gab, kamen viele Menschen nach vorne. Da sagte ich zum Herrn: „Ich brauche mehr!“ Und gerade, als ich betete, spielte das Lobpreisteam eines meiner Lieder. Das war etwas ganz Besonderes für mich, und der Herr sprach zu mir: „Ist es genug für dich? Weil du lebst, singen die Nationen die Lieder Zions.“ Und ich sagte: „Nein, das ist nicht genug.“ Er fragte: „Was ist genug?“ – „Es ist solange nicht genug für mich, bis die Söhne Zions die Lieder Zions singen!“ Da zerbrach in mir innerlich etwas, und ich fragte den Herrn: „Was wird es kosten, was muss ich opfern, damit die Söhne Zions die Lieder Zions singen?“ Ich bekam keine Antwort. So warte ich, bis ich höre, wie hoch der Preis ist. Es ist mein größtes Verlangen, Jerusalem „Days of Elijah“ singen zu hören. Zu hören, dass Tel Aviv „Praise Adonai“ singt, dass Haifa „In Your Presence“ singt. Zu hören, dass die Söhne Zions die Lieder Zions singen. Dann bin ich zufrieden. Das ist sicher eine große Motivation weiterzugehen.

Vielen Dank für dieses Interview, wir freuen uns schon auf Dein Konzert!

 

Das Interview führten Eva-Maria S. und Sebastian B.